Glanzgebeugt steh ich da

„Und weitum die klare Stille – ein Friede, der daherschwimmt auf dem schimmernden Grün der Wiesenwogen. Es drängt sich auch in meine Seele hinein und streicht sie klar und glatt, dass sie wird wie ein Segel, dass der Sonnenwind des Daseins durch träumende Fluten treibt. Seltsam fühle ich, wie Welle zu Welle klar und friedvoll rinnt: – mein Menschentum.“

„… das Mysterium des Daseins als aufflammende Innigkeit – als strahlende Verwunderung – als wundersame Lust des Seins.“

„Der Himmel und die Berge gehören zu mir und das weite frohe Frühlingsweben ist meiner Seele Teil. Alles, alles ist mein, – die ganze Landschaft, soweit ich nur seh: stammelt wie taumelnd mein trunkenes Gefühl, als mit einem Mal aus zerrissenen, dünnen Nebellaken, einer großen Liebe gleich, alles überflammend, die Sonne bricht … Glanzgebeugt steh ich da. Meine Menschenseele verweilt wie vor einem Gottesdasein in stumme Schauer gehüllt. – Pan triumphiert.“

(Aus: Carl Dallago: Das Buch der Unsicherheiten)

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