Ich liebe nicht mehr meine alten Lieder

„[…]
Bald werde ich – ich fühl‘ es – Lieder schreiben,
Gesänge ohne Jauchzen, ohne Sehnen,
Gesänge ohne Tränen, ohne Liebe –
Doch voll von tiefem, heiligem Geheimnis,
Wie weiße Blumen, die sich leise schaukeln
Und in die laue Nacht sich duftend dehnen,
In ihren sanften Träumen mystisch gaukeln …
Wer weiß, woher es kommt, wohin es zieht?
Wie weiches Atemholen, kaum gehört;
Ein Flügelschlag, der zitternd bang entflieht
Im Traum, doch nicht die nächt’ge Ruhe stört;
Ein mattes Blinken, blass wie Abendschein. –
Doch meine Seele wird in ihnen sein,
Und alles, was sie träumte, zittert mit,
Und alles, was sie litt …“

(Aus: Renée Erdös: Die Perlenschnur, Gedicht: Ich liebe nicht mehr meine alten Lieder, 3. Strophe)

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2 Antworten zu Ich liebe nicht mehr meine alten Lieder

  1. Madame Filigran schreibt:

    Werde mich wieder mit ihr beschäftigen…
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

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