Archiv des Autors: kersher

In Nacht und Nebel

Der Tag blutet sich aus in dunkles Vergessen, hereinbricht die kalte Nacht. Lichtverlassen, erfrierende Zärtlichkeit… Maßlos die Stunden im überschäumenden Herzen, wie ein langer Schlaf, ohne Ende. Aufwachen schmerzt… Ich besuche sie nicht mehr, die Gräber meiner Hoffnungen. Schal schmecken … Weiterlesen

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Georg Trakl: In ein altes Stammbuch

„Immer wieder kehrst du, Melancholie, O Sanftmut der einsamen Seele. Zu Ende glüht ein goldener Tag. Demutsvoll beugt sich dem Schmerz der Geduldige Tönend von Wohllaut und weichem Wahnsinn. Siehe! es dämmert schon. Wieder kehrt die Nacht und klagt ein … Weiterlesen

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Gute Besserung

„… und Gute Besserung“ rief mir die freundliche Bedienung noch hinterher, nachdem ich gezahlt hatte… Reichlich irritiert gehen mir diese Worte nicht mehr aus dem Kopf, war ich doch überhaupt nicht krank gewesen….

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Ich liebe nicht mehr meine alten Lieder

„[…] Bald werde ich – ich fühl‘ es – Lieder schreiben, Gesänge ohne Jauchzen, ohne Sehnen, Gesänge ohne Tränen, ohne Liebe – Doch voll von tiefem, heiligem Geheimnis, Wie weiße Blumen, die sich leise schaukeln Und in die laue Nacht … Weiterlesen

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Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland oder das Ende der Welt

Der Inhalt eines Romans lässt sich in der Regel in drei bis fünf prägnanten Sätzen zusammenfassen. Bei Romanen von Haruki Murakami ist das kaum möglich, und gänzlich überfordert ist man bei „Hard-boiled Wonderland oder das Ende der Welt“ (1985). Selbst … Weiterlesen

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Deutungslos

Ideale sind das poröse Gestein am Felsmassiv meiner Selbstwahrnehmung… jeder Niederschlag spült sie aus, und trägt sie fort… durch die Flüsse des Vergessens, hinaus ins goldene Meer versöhnender Deutungslosigkeit… zurück bleibt unbestimmbares Schweigen… die Stille eines Denkens ohne Gedanken…

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So unlösbar … (manchmal)

Ich betrachte die Dinge, und fühle hoffnungslose Fremdheit… die Dinge, phänomenale Attrappen… Projektionen, die auf meiner Netzhaut tanzen…  als ob sie sich verflüchtigen würden sobald ich sie berührte… umgestülpte Welt… die Rückseite, vielleicht, eines vollkommeneren Entwurfs, und wir sind die … Weiterlesen

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Lenz oder über die Notwendigkeit von Illusion

Georg Büchner beschreibt in „Lenz“ die fortschreitende Geisteskrankheit des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-94). Ihm verschwimmen Realität und Traum, Ich und Du. Phasen der Raserei wechseln mit Phasen apathischer Leere. „Lenz“ ist auch die Erzählung eines intellektuellen Scheiterns. In … Weiterlesen

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Kein Hass, keine Liebe, keine Hoffnung

„Sein Zustand war indessen immer trostloser geworden. Alles, was er an Ruhe aus der Nähe Oberlins und aus der Stille des Tals geschöpft hatte, war weg; die Welt, die er hatte nutzen wollen, hatte einen ungeheuern Riss; er hatte keinen … Weiterlesen

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Ende der Leseliste und Neubeginn

Letzte Woche gleich mehrere Bücher beendet, so dass meine Leseliste mit einem Mal bei „0“ stand. Für mich ein großartiger Augenblick. In meiner Hochphase (oder sollte ich sagen in meinem Größenwahn) bestand die Liste aus über 130 Bücher. Viele der … Weiterlesen

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