Archiv der Kategorie: Literatur

In Nacht und Nebel

Der Tag blutet sich aus in dunkles Vergessen, hereinbricht die kalte Nacht. Lichtverlassen, erfrierende Zärtlichkeit… Maßlos die Stunden im überschäumenden Herzen, wie ein langer Schlaf, ohne Ende. Aufwachen schmerzt… Ich besuche sie nicht mehr, die Gräber meiner Hoffnungen. Schal schmecken … Weiterlesen

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Georg Trakl: In ein altes Stammbuch

„Immer wieder kehrst du, Melancholie, O Sanftmut der einsamen Seele. Zu Ende glüht ein goldener Tag. Demutsvoll beugt sich dem Schmerz der Geduldige Tönend von Wohllaut und weichem Wahnsinn. Siehe! es dämmert schon. Wieder kehrt die Nacht und klagt ein … Weiterlesen

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Ich liebe nicht mehr meine alten Lieder

„[…] Bald werde ich – ich fühl‘ es – Lieder schreiben, Gesänge ohne Jauchzen, ohne Sehnen, Gesänge ohne Tränen, ohne Liebe – Doch voll von tiefem, heiligem Geheimnis, Wie weiße Blumen, die sich leise schaukeln Und in die laue Nacht … Weiterlesen

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Lenz oder über die Notwendigkeit von Illusion

Georg Büchner beschreibt in „Lenz“ die fortschreitende Geisteskrankheit des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-94). Ihm verschwimmen Realität und Traum, Ich und Du. Phasen der Raserei wechseln mit Phasen apathischer Leere. „Lenz“ ist auch die Erzählung eines intellektuellen Scheiterns. In … Weiterlesen

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Kein Hass, keine Liebe, keine Hoffnung

„Sein Zustand war indessen immer trostloser geworden. Alles, was er an Ruhe aus der Nähe Oberlins und aus der Stille des Tals geschöpft hatte, war weg; die Welt, die er hatte nutzen wollen, hatte einen ungeheuern Riss; er hatte keinen … Weiterlesen

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Ende der Leseliste und Neubeginn

Letzte Woche gleich mehrere Bücher beendet, so dass meine Leseliste mit einem Mal bei „0“ stand. Für mich ein großartiger Augenblick. In meiner Hochphase (oder sollte ich sagen in meinem Größenwahn) bestand die Liste aus über 130 Bücher. Viele der … Weiterlesen

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Vergessene Kleinode im Bücherregal

Angeregt durch den Eintrag von Madame Filigran auf „tangofiligran“ https://tangofiligran.wordpress.com („Gegen den Strom“) durchkämme ich meine Bücherregale nach Büchern, die bereits älter sind und nicht mehr oft gelesen werden. Nach alten, vergessenen Schätzen. Freilich finden sich Werke wie etwa Carson McCullers „Das Herz … Weiterlesen

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Der Himmel ist herabgeglitten …

„Das Schweigen weint, weint stummes Licht und stille Sonnenstrahlen, und jede Träne ist ein goldner Pfeil.“ „Der Himmel ist herabgeglitten und hüllt Agathen in sein blaues Kleid, wir aber schweben über den Gewässern, und mit uns schweben Berge, Bäume, Gräser, … Weiterlesen

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… und Licht und Klang

„… und es blüht / Rings abendlich der Geist in dieser Stille…“ Lese ein paar Zeilen Hölderlin, und der Verlust wird spürbar. An manchen Tagen erscheint mir mein Leben so inhaltlos und seelenleer…   wie unter eine graue Decke gebreitet… eine … Weiterlesen

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Weltzugehörigkeit

„Alle arbeiten an der Erfindung des Gefühls, zur Welt zu gehören.“ (Aus: Wilhelm Genazino: Ein Regenschirm für diesen Tag)

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